Um die Dinge ins rechte Licht zu rücken, haben wir ein zusätzliches numerisches Beispiel aufgeführt, das veranschaulicht, wie man unter dem neuen IP-System die QP-Phase, auf der 80% des fiktiven Abzugs angewendet werden, erreichen würde.
Für die Zwecke der Beispiele wird davon ausgegangen, dass der qualifizierte immaterielle Vermögenswert nach dem 30. Juni 2016 erworben/entwickelt wurde, so dass er für das neue IP- System qualifiziert ist.
Die variablen Faktoren in den Beispielen sind:
- ob der Vermögenswert selbst entwickelt wurde oder ob er erworben wurde, und
- ob nachfolgende F&E-Kosten an verbundene Unternehmen oder an Dritte ausgelagert wurden.
Die zu untersuchenden Szenarien sind wie folgt:
- Der Vermögenswert wurde intern erstellt, entwickelt und verbessert, wobei die F&E-Kosten vom Unternehmen selbst übernommen werden.
- Der Vermögenswert wurde erworben, wobei nachträgliche F&E-Kosten für Verbesserungen des zu prüfenden Vermögenswertes an nicht nahe stehende Personen ausgelagert wurden.
- Der Vermögenswert wurde erworben, wobei nachträgliche F&E-Kosten für Verbesserungen an verbundene Unternehmen ausgelagert wurden.
Für die Zwecke der Beispiele werden die folgenden Abbildungen verwendet:
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Szenario 1 EUR
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Szenario 2 EUR
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Szenario 3 EUR
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Gesamteinkommen (OI) aus qualifizierendem IP (nach Abzug der direkten Kosten für die Generierung des Einkommens)
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1,000,000
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1,000,000
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1,000,000
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Gesamtausgaben (OE)
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Anschaffungskosten des Vermögenswertes
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N/A
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300,000
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300,000
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F&E-Kosten, die intern für die Erstellung und Entwicklung des Vermögenswertes anfallen.
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500,000
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N/A
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N/A
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F&E-Kosten für die Verbesserung des Vermögenswertes, ausgelagert an nicht nahe stehende Unternehmen und Personen
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N/A
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200,000
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N/A
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F&E-Kosten für die Verbesserung der Anlage, ausgelagert an nahestehende Personen
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N/A
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N/A
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200,000
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500,000
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500,000
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500,000
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Qualifizierungsaufwand (QE)
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Interne F&E für die Erstellung und Entwicklung des Assets
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500,000
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N/A
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N/A
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F&E zur Verbesserung der ausgelagerten Vermögenswerte an nicht verbundene Unternehmen Parteien
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N/A
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200,000
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N/A
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500,000
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200,000
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N/A
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Erhöhte Ausgaben, da sie niedriger sind als:
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30% der qualifizierten Ausgaben und
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150,000
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60,000
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0
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Gesamtanschaffungskosten zuzüglich Kosten für die Auslagerung von F&E an verbundene Unternehmen
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0
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300,000
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500,000
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Unter Anwendung der obigen Zahlen auf die Formel zur Berechnung des Qualifying Profit (QP) und des Steuervorteils von bis zu 80% als fiktiven Abzug haben wir es:
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QE+UE
QP = OI x -------------
OE
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QP für 80% Steuervorteil
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Steuervorteil: 80% des QP als fiktiver Abzug
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Szenario 1:
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€1,000,000 x [(€500,000 + €0) / €500000]
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€1,000,000
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€800,000
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Szenario 2:
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€1,000,000 x [(€200,000 + €60,000) / €500000]
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€520,000
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€416,000
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Szenario 3:
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€1,000,000 x [(€0 + €0) / €500000]
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€0
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€0
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Infolgedessen wird der Vorteil der IP-Steuer sein:
Szenario 1:
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Das zu versteuernde Ergebnis wird um 800.000 € vermindert.
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Szenario 2:
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Das zu versteuernde Ergebnis wird um 416.000 € reduziert.
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Szenario 3:
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Es fallen keine fiktiven Kosten an.
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HINWEIS:
In Szenario 1 wird der gesamte Betrag des Gesamteinkommens als qualifizierter Gewinn betrachtet, da die Entwicklung des Vermögenswertes intern durchgeführt wurde, ebenso wie die späteren F&E- Kosten zur Verbesserung des Vermögenswertes (es wird darauf hingewiesen, dass, wenn die F&E- Kosten an einen Dritten weitergegeben würden, diese dennoch qualifiziert gewesen wären).
Andererseits ist in Szenario 2 (erworbener Vermögenswert) der Betrag des qualifizierten Gewinns deutlich niedriger, und im Falle von Szenario 3 (erworbene Vermögenswerte und an verbundene Unternehmen ausgelagerte F&E-Kosten) qualifiziert sich keiner der Gewinne für das System.